SAP Basis SAP PI(XI) - SAP Corner

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SAP PI(XI)
Mitarbeit und Leitung von (Teil-)Projekten im SAP Basis Umfeld, ggf auch bereichsübergreifend
Beim Design einer Softwarelösung und bei der Bewertung von Optimierungsmaßnahmen sollten Sie sich vor Augen halten, dass unterschiedliche Kommunikationen oder Prozesse auf unterschiedlichen Zeitskalen ablaufen. Abbildung 1.6 stellt dies schematisch dar. Auf der schnellsten Zeitskala laufen Anfragen im lokalen Hauptspeicher innerhalb des Datenbank- oder Applikationsserver-Kernels – z. B. bei Suchvorgängen in Tabellen oder Sortierungen. Als Dauer für einen Zugriff ist mit einer Zeit von 0,1 Mikrosekunden (μs) zu rechnen, Zugriffe auf die Prozessor-Caches sind sogar noch schneller. Um etwa zwei Zehnerpotenzen langsamer (10 μs) sind Zugriffe von einem ABAP- oder Java-Programm auf ein Objekt, das sich im Hauptspeicher des Applikationsservers befindet. Wiederum auf einer anderen Zeitskala spielen sich SQL-Anfragen von Anwendungsprogrammen auf die Datenbank ab. Wenn sich das Ergebnis der Anfrage bereits im Hauptspeicher befindet, ist hier mit Zeiten im Bereich von 1 Millisekunde (ms) zu rechnen. Muss von der Festplatte gelesen werden, liegen die Zeiten bei bis zu 10 ms. Auf der langsamsten Zeitskala laufen Anfragen zwischen dem Server und dem Rechner eines Endbenutzers ab. Hier müssen Sie in einem WAN oder Mobilfunknetz mit einer Dauer in der Größenordnung von 100ms rechnen.

Da die Datenbankzeit vom Applikationsserver gemessen wird, umfasst diese nicht nur die Zeit, die die Datenbank zum Bereitstellen der Daten benötigt, sondern auch die Zeit des Netzwerktransfers. Ein Netzwerkproblem zwischen Datenbank- und Applikationsserver schlägt sich also in einer erhöhten Datenbankzeit nieder. Darüber hinaus zählt zur Datenbankzeit auch die Zeit für das Bereitstellen der Daten im ABAP-Server. Dies lässt sich in folgender Formel konkretisieren: Datenbankzeit (ST03) = Datenbankserverzeit + Netzwerklaufzeit + Zeit für die Datenübertragung (Client-Server-Kommunikation) Auf dem ABAP-Server werden zusätzlich die Datenbankzeiten für direktes Lesen, sequenzielles Lesen und Änderungen (inklusive Commits) ermittelt. Auf der Datenbankseite stehen je nach Datenbanksystem detaillierte Statistiken über die Bestandteile der Datenbankserverzeit zur Verfügung, wie Sie in Abschnitt 2.3, »Datenbankanalyse«, gesehen haben.
Post Installation Services
Um einen Überblick über die CPU-Auslastung der letzten 24 Stunden zu erhalten, wählen Sie im Betriebssystemmonitor die Analyse Vorige Stunden > CPU. Sie gelangen auf den Bildschirm Vorige Stunden CPU. Die Bedeutung der Felder ist dieselbe wie im Hauptbildschirm, nur sind die Werte über eine Stunde gemittelt. Einen ähnlichen Überblick gibt es auch für die Hauptspeicherbelegung (Vorige Stunden > Speicher) und für den Auslagerungsspeicher etc..

Der SAP NetWeaver AS kann zurzeit mit acht verschiedenen relationalen Datenbanksystemen – darunter auch die Hauptspeicherdatenbank SAP HANA – betrieben werden. Auch wenn diese Datenbanksysteme unterschiedliche Architekturen besitzen, gibt es dennoch Performanceprobleme, die unabhängig vom eingesetzten Datenbanksystem auftreten können. Um allen Kunden gute Möglichkeiten für die Analyse und das Tuning ihrer Datenbanken zu bieten, verfügt der SAP NetWeaver AS ABAP über einen eigenen Datenbankmonitor, der unabhängig vom verwendeten Datenbanksystem einige Grundfunktionen umfasst.

"Shortcut for SAP Systems" ist eine PC-Anwendung, mit der viele Tätigkeiten in der SAP Basis vereinfacht bzw. auch überhaupt erst ermöglicht werden.

Es sind jedoch Werkzeuge verfügbar, die automatisiert auf kritische Berechtigungen prüfen.

Die SAP-Basis ist das Fundament eines jeden SAP-Systems. Viele nützliche Informationen dazu finden Sie auf dieser Seite: www.sap-corner.de.

Sie sind daher vom operativen Betrieb weitestgehend ausgenommen.
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